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Martin Fulst | Chris Jäger Foto: Martin Fulst | Chris Jäger

15. November 2019: SPD-Fraktion im Stadtbezirksrat Buchholz-Kleefeld: Vereine müssen die Sporthalle nutzen können!

„Es darf nicht sein, dass mit öffentlichen Geldern eine Sporthalle gebaut wird, die dann für die Öffentlichkeit tabu ist“, empört sich Martin Fulst, SPD-Fraktionsvorsitzender im Bezirksrat Buchholz-Kleefeld. Genau dies aber soll an der Alice-Salomon-Schule geschehen: Die erhält zwar eine neue Sporthalle, die aber nur von der Schule genutzt werden können soll. Eine Nutzung durch Sportvereine ist – offenbar mit Blick auf drohende Anwohnerklagen – untersagt worden.

Seine Fraktion hat nun gemeinsam mit Grünen und FDP einen Antrag durch den Bezirksrat gebracht, die Baugenehmigung so zu ändern, dass auch Vereinen die Sporthalle an der Alice-Salomon-Schule offensteht. „Wir klagen allerorten über zu wenig Hallenflächen in Hannover, und wenn dann endlich eine neue Sporthalle gebaut wird, sollen Vereine sie nicht nutzen können?“, schüttelt Fulst den Kopf.

„Einen ganz wichtigen Schritt haben wir hier mit Hilfe aller Fraktionen getätigt. An dem Thema werden wir als SPD-Fraktion im Stadtbezirk dran bleiben, denn unsere Vereine brauchen diese Flächen ganz dringend um ihre Angebote noch durchführen zu können“, ergänzt Chris Jäger, Bezirksratsherr aus Groß-Buchholz.

Jahrelang habe die SPD gemeinsam mit der Schulleitung und verschiedenen Sportvereinen für den Neubau an der Alice-Salomon-Schule gekämpft. Die Verwaltung habe die Kleefelder Bevölkerung in die Planungen gut eingebunden, die Ergebnisse des Architektenwettbewerbs und die Bauplanung öffentlich vorgestellt; dennoch habe man zwei Rückschläge hinnehmen müssen. Den ersten habe die Denkmalpflege verursacht, als sie eine Dreifeldhalle hinter der Schule untersagt habe, der zweite sei nun die eingeschränkte Nutzungsgenehmigung.

Die SPD-Bezirksratsfraktion hat dafür kein Verständnis. „Die Alice-Salomon-Schule ist so gut wie kaum eine andere Bildungseinrichtung an den Nahverkehr angebunden: Stadtbahn, S-Bahn und Bus verkehren gewissermaßen vor der Haustür. Da leuchtet es nicht ein, dass Anwohner in einem derart locker bebauten Gebiet übermäßigen Parkdruck befürchten“, erläutert der Fraktionsvorsitzende: Das sei „klassische Hinterhofdenke: not in my backyard.“

Die Stadt soll deshalb die Baugenehmigung überarbeiten, so Fulst: „Was mit öffentlichen Geldern finanziert wird, muss auch öffentlich genutzt werden können!“

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