Politik für dich!: Neues aus dem Stadtbezirksrat 10/2026
Schulwegsicherheit im Fokus
Gleich zwei Anfragen beschäftigen sich mit der Sicherheit von Kindern auf ihrem Weg zur Schule.
Im Groß-Buchholzer Kirchweg geht es um sogenannte "Elterntaxis". Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen fragt nach der aktuellen Situation und möglichen Maßnahmen rund um den Hol- und Bringverkehr.
Auch der Kapellenbrink steht erneut im Mittelpunkt. Hier soll geklärt werden, wie die Schulwegsicherheit verbessert werden kann. Gerade morgens und zum Schulschluss treffen dort unterschiedliche Verkehrsarten aufeinander. Die Anfrage soll Aufschluss darüber geben, wie die Verwaltung die Situation bewertet und welche Möglichkeiten für Verbesserungen bestehen.
Freifläche an Podbielskistraße und Riethorst
Die CDU-Fraktion fragt nach der Freifläche zwischen Podbielskistraße und Riethorst. Dabei geht es um die weitere Entwicklung beziehungsweise Nutzung des Areals. Auch dieses Thema wird deshalb im Stadtbezirksrat aufgegriffen.
Durch die Verwaltung wurde berichtet, dass sich die Fläche in privater Hand befindet. Im Bebauungsplan ist dort die Errichtung eines Bürogebäudes vorgesehen.
Unterstützung für Projekte im Stadtbezirk
Daneben entschied der Stadtbezirksrat wieder über Zuwendungen aus seinen eigenen Mitteln. Auch aus den Mitteln des Integrationsbeirates Buchholz-Kleefeld sollen Projekte unterstützt werden. Zu den Projekten zählt u.a.:
- Unterstützung der Jugendfeuerwehr
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Einlagerung der Bücherschränke über Silvester zur Vermeidung von Vandalismus
2024 war es im Bücherschrank am Schaperplatz in Kleefeld zu einem Brand gekommen. Hierbei wurde der Bücherschrank vollständig zerstört. Durch die Einlagerung soll einem möglichen Vandalismus vorgegriffen werden.
- Kauf eines neuen Bücherschrankes in 2027
- Unterstützung für den Vorschulunterricht von Kindern aus obdachlosen Familien
Nutzungskonflikte am Guerickeplatz
Am Bouleplatz am Guerickeplatz kommt es nach Angaben eines Anwohners zu Konflikten zwischen einer dort trainierenden Fechtgruppe und Anwohner*innen. Thematisiert wurde, wie die unterschiedlichen Nutzungsinteressen auf der öffentlichen Fläche besser miteinander vereinbart werden können.
Tempo 30 in der Käthe-Steinitz-Straße
Ein weiteres Anliegen betraf die Käthe-Steinitz-Straße. Die dortigen Tempo-30-Schilder stehen aus Sicht des Seniorenbeirates sehr nah an der Einmündung zur Podbielskistraße und würden deshalb von Autofahrer*innen häufig übersehen. Gefragt wurde, ob ergänzende Fahrbahnmarkierungen dazu beitragen könnten, die Geschwindigkeitsbegrenzung deutlicher sichtbar zu machen.
Die Verkehrssicherheit an dieser Stelle beschäftigt den Stadtbezirksrat bereits seit längerem. Schon 2022 hatten SPD und Grüne gemeinsam mit dem Antrag „Verkehrssicherheit Käthe-Steinitz-Straße“ beantragt, Maßnahmen zur Verringerung des Unfallrisikos an den Einmündungen der Käthe-Steinitz-Straße zur Podbielskistraße zu ergreifen. Dabei wurden ausdrücklich auch Markierungen und eine bessere Beschilderung als mögliche Maßnahmen genannt. Der Antrag wurde einstimmig beschlossen.
Im Juni 2026 folgte mit dem gemeinsamen Antrag „Einrichtung einer Tempo-30-Strecke in der Käthe-Steinitz-Straße“ ein weiterer Vorstoß von SPD und Grünen. Auch dieser wurde einstimmig beschlossen. Die Verwaltung kündigte anschließend an, die Käthe-Steinitz-Straße entsprechend als Tempo-30-Zone auszuschildern.
Dass nun aus dem Seniorenbeirat auf die schlechte Wahrnehmbarkeit der neuen Beschilderung hingewiesen wird, zeigt: Mit der Einführung von Tempo 30 ist das Thema Verkehrssicherheit noch nicht abgeschlossen.
Neue versiegelte Fläche am Bahnhof Karl-Wiechert-Allee
Am Bahnhof Karl-Wiechert-Allee sind neue Flächen versiegelt worden. Auf Nachfrage wurde erläutert, dass dort im Rahmen eines Förderprogramms der Region Hannover eine Fahrradgarage entstehen soll.
Baustellenverkehr am Stadtfelddamm
Auch die Belastung des Stadtfelddamms durch Baustellenverkehr im Zusammenhang mit dem geplanten Neubau der Medizinischen Hochschule Hannover wurde angesprochen. Gefragt wurde insbesondere, wie lange die Arbeiten und die damit verbundenen Belastungen noch andauern werden. Eine definitive Antwort war nicht möglich. Nach dem in der Sitzung genannten Stand ist für den eigentlichen MHH-Neubau bislang noch keine Baugenehmigung beantragt worden.
E-Scooter: Weniger Fahrzeuge und mehr feste Abstellflächen
Immer wieder sorgen falsch abgestellte E-Scooter auch in unserem Stadtbezirk für Ärger und teilweise für erhebliche Behinderungen auf Gehwegen. Bezirksbürgermeisterin Belgin Zaman verwies hierzu auf die aktuellen Beratungen im Rat.
Inzwischen hat die Ratsversammlung konkrete Regeln beschlossen: Künftig sollen höchstens drei Anbieter mit jeweils maximal 2.500 Fahrzeugen zugelassen werden. Damit wird die Zahl auf insgesamt höchstens 7.500 Leih-E-Scooter im gesamten Stadtgebiet begrenzt. Zudem sollen exklusive Abstellflächen schrittweise auch außerhalb der Innenstadt ausgeweitet werden.